Mittwoch, 14. Februar 2018

[Timos Gedanken]Mir reichts mit sexy




Es gibt einiges was mir an Jugendromanen und New Adult Romanen sauer aufstößt. Nichts aber regt mich mehr auf als ein Klischee. Das Klischee "Sexy". Jugendliche werden nach amerikanischen Wunschnormen dargestellt. Die Jungs sind meist muskulös gut gebaut und stets gutaussehend. Die Mädchen.. dünn und meist modelartig. Wieso brauchen wir sowas. Wieso erfreuen wir uns an solchen Klischees. 
Haben wir nicht schon das Problem, das viele Jugendliche unter ernsten Problemen mit ihrem Aussehen leiden? Wir haben doch schon Fernsehsendungen wie Germany Next Top Model, DSDS  etc, die unsere Jugend massenhaft verunsichern. Wieso brauchen wir da noch Bücher, die dies tun? Warum gibt es so wenige Bücher in denen die Protagonistin Makel haben und NORMAL sind. 
Beispiele gefällig für Bücher, bei denen man das schon auf dem Klappentext erkennt? 

"Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung"

" unfreundlich, überheblich,  wahnsinnig attraktiv "

"Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch"

" Doch dabei kann ihr nur einer helfen: der geheimnisvolle und viel zu attraktive Waldläufer William…"

" Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten ....."

" lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber unfassbar unfreundlichen"

"war unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art "

"Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv."

"fünf Söhne – einer schöner als der andere"

"der so attraktiv ist,"

"höllisch gut aussehenden"

" Der heißeste Junge der Schule"

"des attraktiven Detectives"


(Dies sind nur ein paar Beispiele)

Dies sind nur einige Beispiele, immer wieder werden Mädchen von diesen Worten angezogen und schwärmen von diesen Beispielen und dass das ihr Traum von einem Mann sein? Mädels, wisst ihr was ich da als Junge sage? Habt ihr sie noch alle? Ihr wollt also ein gutaussehendes Arschloch, das eure Gefühle zunächst ignoriert und euch wie Dreck behandelt? Warum nicht gleich den sympathischen "Bester-Freund Typ" der immer für euch da ist. Wieso kann man keine normale Menschen in Büchern einbringen, leichter Bauch und vielleicht jetzt nicht die beste Haut. 
Wieso wird in jedem gehypten Jugendbuch dieses Klischee verwendet? Wenn ich so etwas lese, rolle ich nur genervt die Augen. 
Liebe Autoren, wieso muss so etwas sein? Ich liebe euch als Menschen, erkenne den Wert eurer Arbeit es bereitet mir Unbehagen, wenn ich als Junge so etwas lese. Wisst ihr, ich bin ein Mensch den viele Selbstzweifel plagen, zu denen ich auch stehe. Solche Klischees schaden nur, wie viele wissen habe ich nicht das geringste Interesse an Mädchen und ich bin ehrlich, ich brauche keinen Mann, der mich wie Dreck behandelt. Danke Nein. Im ersten Moment schmachte ich mit und im Nachhinein schäme ich mich dafür. Bei manchen brauche ich nichtmal den Klappentext zu lesen und kann mir vom Cover oder Titel her denken wie der Hase läuft. Wie zum Beispiel hier:

GötterFunke. Liebe mich nicht: Band 1

Inzwischen habe ich nur noch einen "Bookboyfriend" und das ist Bastian, ich kenne ihn vom Mond, der ist im Gegensatz zu den oben genannten Exemplaren  ein normaler Mensch, mit all seinen Macken und wahnsinnig süß hach. Wieso können nicht andere Protagonisten auch so sein.

Kommentare:

  1. Guten Morgen - im Büchern mag ich sexy. Ich verstehe deine Gedanken, aber ich möchte nicht von Pickeln, Übergewicht, Hühnerbrust oder langweiligen Typen lesen (Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt auch Bücher, in denen das ganz gut gemacht ist).

    In Büchern will ich keine Realität, dafür habe ich das Leben. Ich sehe mein Umfeld jetzt nicht mit anderen Augen und vergleiche es mit Büchern.

    Nein, wir sind alle nicht perfekt, aber das heißt doch nicht, dass wir uns mit den Charakteren aus den Büchern vergleichen müssen.

    Ich genieße die Geschichten, das ist wie Kino im Kopf. Und da ist mir ein gutaussehender Schauspieler auch lieber.

    Sicherlich gibt es für dich die passenden Bücher ohne die ganzen Klischees. Viel Spaß damit.

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  2. Es gibt durchaus Bücher, wo die Protagonisten Makel haben. Zum Beispiel im ersten Teil der "Titans of Love"-Reihe von Poppy J. Anderson. Die Protagonistin ist dort etwas dicker. Man muss halt nur die Augen offen halten.
    Finde diese Klischees übrigens überhaupt nicht schlimm, aber das ist ja Geschmackssache. Ich persönlich mag solche Bücher sehr gerne und nicht in jedem New Adult ist der Kerl ein Bad Boy.

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  3. Ich stimme Sina voll und ganz zu.
    Büchern, selbst wenn sie realitätsbezogen sind, sollten nie 100% Realität sein.
    Wieso sollte ich denn lesen, wenn das Buch genau so ist wie das Leben?
    Bücher sollen uns entführen. In Traumwelten.

    Da sollte man vielleicht eher die anderen Medien angreifen (was du teilweise tust mit GNTM etc), anstatt die Autoren. Ich schaue kein GNTM und dergleichen. Weil ich SO nie sein kann. Ich werde nie groß genug sein. Nie schlank genug. Nie perfekt. Das wissen wir Leserinnen solcher Bücher durchaus.

    Aber wir wollen träumen. Darum geht es doch in Büchern.

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  4. Ich bin ehrlich gesagt schockiert, was für Reaktionen auf diesen mehr als nachvollziehbaren Post hier folgen.
    Ich wüsste sehr gerne, wie traurig euer Leben ist, dass ihr meint, euch in Büchern mit irgendwelchen Pappaufstellern mit Sixpacks trösten zu müssen, die dafür aber null Charakter haben. Ist das wirklich euer Traum? Einen durchtrainierten Kerl zu haben, der euch versorgt, aber dafür maximal ein Arschloch und mindestens langweilig ist? Wie oberflächlich ist es bitte von euch, zu sagen, alles, was NORMAL wäre, wäre langweilig? Vor allem der oberste Kommentar treibt mich gerade wirklich zur Weißglut. Ein gutes Aussehen macht ein Buch nicht qualitativ besser. Im Gegenteil, mir geht es eher wie Timo, und mich langweilen diese Bücher, in denen die Leute alle aussehen wie irgendwelche Models. Warum sollten die mich kümmern, warum soll ich mit ihnen bangen, wenn bei ihnen eh alles gut ist und sie nur irgendwelche First World Problems haben? Wenn ihr so was wollt, dann schaut fucking Gossip Girl.
    Außerdem gibt es Leser, für die dieses bestimmte Buch, wo das als Realität dargestellt wird, vielleicht das erste oder zweite ist. Meint ihr, denen ist dann auch bewusst, dass das ja alles nur eine ,,Traumwelt'' ist? Nein, ist es nicht. Bücher sind nämlich nicht nur zum Träumen da. Bücher sind dazu da, dass man inspiriert wird, dass man sich Vorbilder sucht, wie es auch in jedem anderen Medium ist. Man bildet nunmal Situationen aus der Realität ab, und sei es auch nur menschliche Interaktion. Oder wollt ihr mir erzählen, dass Dialoge auch nicht zur Realität gehören? Und wenn ich als zwölfjähriger Junge von einem Typen lese, der ein Mädchen scheiße behandelt, und sie trotzdem total auf ihn abfährt - mein ihr nicht, dass sich ausgerechnet dieser Junge, der sowieso noch nicht weiß, wer er ist, und mit Mädchen wahrscheinlich keine Erfahrung hat, was von ihm abgucken wird? Man kann mir nicht erzählen, dass man ein Buch nur liest und das unbewusst nicht auf die Realität bezieht. Oder würdet ihr sonst sagen, ihr träumt von solchen Pappaufstellern, wenn im Vergleich dazu die Männer in eurem Umfeld nicht alle ach so langweilig wären, alleine weil sie Pickel haben?
    Du bist auf jeden Fall nicht alleine mit deiner Meinung, Timo. Ich finde es sehr gut, dass du deine Meinung offenlegst und stehe da auch hinter dir. Perfektion ist langweilig. Makel und Kanten machen eine Person erst zu dem, was sie ist. Real zu sein ist nie langweilig, und es sollte viel mehr Geschichten geben, in denen das Aussehen keine Rolle spielt. Deswegen schreibe ich auch selbst eine Geschichte, in der dem weiblichen Hauptcharakter nicht ein Mal in den Sinn kommt, die Muskeln des Kerls zu beschreiben. Wie auch, er hat ja auch keine XD Sie mag ihn, nicht sein Aussehen. Und das ist doch auch das wichtigste an einem Menschen. Charakter trägt viel mehr zum Sexappeal bei als das Aussehen. Zumindest in meinem Kopf. Aber wie es aussieht bin ich unter den Kommentatoren auch die einzige, die es sich nicht in einer Scheinblase bequem macht. Oder doch?
    Für mehr Realität in Büchern,

    Sana von gewisperteworte.blogspot.de

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  5. Liebe Sana - da scheinen wir tatsächlich komplett unterschiedlicher Meinung zu sein - aber das ist doch kein Grund zur Weißglut getrieben zu werden ;-).

    Wenn du gerne realistischere Bücher liest - mach das, jeder darf das lesen was er möchte. Ist das nicht schön?
    Und nein, das was du mir (uns) unterstellst ist definitiv nicht richtig. Nur weil ich solche Bücher sehr gerne lese, träume ich nicht davon meinen Mann für irgendeinen heißen Kerl mit Waschbrettbauch zu verlassen. Ich bin glücklich mit ihm und seinem Charakter und lebe deshalb dennoch nicht in einer Scheinblase.
    Und nochmal nein, natürlich sind die Bücher auch nicht qualitativ besser - aber vielleicht auch nicht schlechter.

    Mein Leben ist schön für mich - aber stinkendlangweilig für ein Buch, das will doch kein Mensch lesen.
    Wenn das in deine Geschichte so passt, finde ich das sehr gut und wünsche dir viel Erfolg damit.

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  6. Ich bin vollkommen deiner Meinung und inzwischen ist dies ein absolutes Abbrechkriterium geworden. Ich finde es absolut furchtbar, dass solche Bücher die reihenweise klischeeüberzogen daherkommen auf der Bestsellerliste landen. So etwas ist für mich kein guter Lesestoff der unsere Gesellschaft weiterbringt sondern massenweise Papierverschwendung, und dann ist es einfach nur traurig, wenn so viele grandiose Bücher, die es im Englischen gibt, nicht auf Deutsch erscheinen. Ich bin immer noch so froh, dass "Nur drei Worte" sich in Deutschland so gut durchgesetzt hat. Wie sollen wir eine bessere aufgeklärte Gesellschaft werden, wenn Themen wie Rollenverteilung von Mann und Frau in "Royal passion" so widerlich dargestellt werden.

    LG
    Adrian von Nightmarebookshelf

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  7. Ich überlege schon seit heute Morgen, was ich zu deinem Post sagen könnte (bzw wie ich mich am besten ausdrücke).

    Viele der Zitate die du angebracht hast, stammen aus New Adult- Romane und klar- es sind Romane für junge Menschen, aber außerhalb der Zielgruppe für Jugendliche. Diese Romane (wie die Paper-Reihe, die Bücher von Mona Kasten und B.Cherry) bestehen zu großen Teilen aus Dramatik gepaart mit erotischen Anteilen. Sie sind nicht darauf aus Identifikation zu schaffen durch Gleichheit mit dem Leser. Viel mehr kann man erkennen, dass diese "sexy und perfekten" Menschen genauso viele Probleme haben, wie andere, sich davon aber nicht abhalten lassen, sexy zu sein.

    Jugendbücher, die auf eine jüngere, sehr viel mehr beeinflussbare Zielgruppe abzielen, weisen durchaus reihenweise "unperfekte" Figuren auf, die dennoch nach bezwingen "normaler" Probleme Erfolg erzielen.

    Ob du das persönlich gut findest oder nicht, ist dein eigener Geschmack, aber die meisten Eigenschaften verschiedener Literatur-Genres liegen darin begründet, dass lese Vorlieben literaturwissenschaftlich untersucht und belegt, daran orientieren sich viele Autoren und deswegen ähneln sich viele Inhalte.

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  8. Ich wollte erst nichts schreiben, weil ich absolut deiner Meinung bin, Timo, und dem kaum etwas hinzuzufügen habe. Und dann habe ich die Kommentare gesehen und frage mich, in welcher Welt manche Menschen leben, genauer gesagt, was für Traumwelten sich manche Menschen wünschen. Träumt ihr davon, von einem Kerl eingesperrt zu werden, davon, dass er euch aus eurer gemeinsamen Wohnung rausschmeißt, dass er euch unter Drogen setzt oder handgreiflich euch gegenüber wird? Weil der Kerl heiß aussieht und eine dunkle Vergangenheit hat und von Mami nicht geliebt wurde, ist das schließlich vollkommen nachvollziehbar und ihr könnt ihm alles verzeihen. Deshalb lest ihr Bücher, weil ihr das sehen möchtet, ein so frauenverachtendes Bild mit einer Rollenverteilung, wie es sie im Mittelalter gab, das in diesen Büchern null reflektiert wird? Teilweise wird sogar ein Kerl als böse dargestellt, weil er die Frau wie Dreck behandelt und der Kerl, der sie vorher wie Dreck behandelt hat, holt sie aus der Situation raus und ist dann für die Protagonistin ein Heiliger. Und junge Mädchen, die nicht kritisch reflektieren können, sehen das und können es eben nicht von der Realität unterscheiden und denken dann, es ist in Ordnung, wie Müll behandelt zu werden, so lange der Kerl heiß aussieht und sein Verhalten rechtfertigen kann. Schön für diejenigen, die sich davon abgrenzen können. Junge Leser können das nicht und eignen sich solch ein Verhalten womöglich an, weil die Blogger, die ihnen diese Bücher vorstellen, das nicht auf reflektierende Art tun, obwohl sie dazu verpflichtet sein sollten, wenn sie sich das Alter ihrer Zuschauer ansehen.
    Und scheinbar leben wir auch in einer Welt, in der perfektes Aussehen der Charaktere ein Buch besser macht. Dafür habe ich ehrlich gesagt keine Worte mehr. Ich finde es traurig, dass dieses "Idealbild" heutzutage verkauft wird und dass alles andere kaum noch gern gelesen wird. Erzählt mir doch mal, was für Eigenschaften diese heißen Kerle in Büchern haben, von ihrem Aussehen abgesehen, was zeichnet sie aus? Ihr werdet es nicht wissen, weil sie keine Charaktereigenschaften haben und langweilig wie Schaufensterpuppen sind .. Schaufensterpuppen, die ihr Umfeld behandeln wie Dreck und ein Six Pack haben bleiben Schaufensterpuppen.
    Ich möchte Geschichten lesen, bei denen ich mich mit den Charakteren identifizieren kann. Gut, ich bin lesbisch und vielleicht kann ich den Hype um die Bad Boys deshalb nicht nachvollziehen, aber wenn mich eine Frau so behandeln würde, würde ich sie anzeigen und wenn ich ein Buch über zwei Frauen lesen würde, das so aufgebaut ist, würde mir das mehr als negativ aufstoßen und ich könnte mich null damit identifizieren. Das würde mir den Spaß am Lesen dann nehmen. Sicher gibt es NA Beispiele, die nicht so aufgebaut sind, aber das sind die Stecknadeln im Heuhaufen.
    Aber wir sind damit ja scheinbar in der Unterzahl. Schade, dass die Gesellschaft so verkommt, dass man aufs Aussehen reduziert ist, wo doch gerade Fehler einen Buchcharakter und auch einen Menschen erst liebenswert machen. Zu jemandem, an den man sich erinnert, während diese Bad Boys am Ende alle gleich sind.
    Und ich würde hier gerne mal Argumente sehen und kein "das stimmt alles nicht". Sicher, jeder fühlt sich von der Meinung anderer mal angegriffen, aber wenn es so ist, sollte man nach Argumenten suchen, die die eigene Meinung untermauern, und nicht heulen, weil jemand das Weltbild mit einem durchdachten Argument anknackst.

    Lea von @diamondsandbooks auf Instagram

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  9. Ich bin schockiert...
    Hier werden mal wieder Leute angegriffen, nur weil sie gerne das lesen was sie wollen. Leute... lest ihr was ihr wollt und lasst die anderen lesen. Wenn das gerade gut ankommt, ist das halt so und macht den Büchermarkt aus.
    Vampir ist da: 100 Vampirbücher kommen auf den Markt
    Dystopie erscheint: 100 Dystopien erscheinen
    Heißer Bad Boy: 10000 heiße Bad Boys
    Das ist Angebot und Nachfrage. Der Markt reagiert.
    Zu dem Argument von wegen "wie traurig euer Leben ist..."
    Ich bin noch mehr schockiert... Also ehrlich. Wie kann man sich eine Meinung bilden ohne diese Menschen zu kennen? Ich lese auch gerne mal ein Buch wo der Typ als sehr heiß und sexy Bad Boy beschrieben wird. Aber es gibt durchaus Bücher, in dem der Hauptcharakter eben nicht perfekt ist. Stottert. Chaotisch aussieht. Auf seine Weise dennoch irgendwie süß ist. Genauso die Mädels. Ich hab genug Bücher gelesen, wo sie selber von sich sagte, dass sie sich nicht perfekt findet. Dass er das hinterher sagte... Ja sorry... mein Freund sagt auch zu mir ich sei perfekt und weiß Gott ich weiß ich bin es eben nicht.
    Ich sehe ich schweife ab. Man kann nicht über das Leben anderer urteilen anhand derer Lesevorlieben. Und nur weil der eine es satt hat solche Bücher zu lesen... müsst ihr euch ja nicht über andere auslassen. Ihr müsst die Bücher schließlich nicht lesen. Anhand eines Autors erkennt man es meistens ja schon. Dann macht man einen Bogen darum.
    Apropos... Charaktereigenschaften: selbstlos, hilfsbereit, ehrgeizig, kreativ, eigensinnig, impulsiv... soll ich weiter machen? Setzt man sich mit der Person auseinander, LIEST man die Geschichte, dann erkennt man es.

    Übrigens Timo: der bisherige Kommentar ging eigentlich so ziemlich gegen die anderen Kommentare und jetzt kommt der eigentliche Kommentar an dich.
    Wir beide mögen uns nicht sonderlich, das ist kein Geheimnis und ich glaube auch nicht, dass sich das je ändern wird. Mit vielen Sachen gehst du einfach zu weit, liegst im Unrecht und formulierst einfach zu verkehrt. Ich glaube, daran solltest du etwas arbeiten, damit sich nicht jeder vor den Kopf gestoßen fühlt und manchmal ist das Problem des falsch verstehen einfach da.
    Zu deinem Beitrag: ich kann verstehen, dass du was anderes lesen willst. Aber man erkennt es nun mal an den Autoren und kann da einen Bogen drum machen.

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  10. @Sarah:

    Ich kann verstehen, dass du meinen Kommentar angreifend fandest. Ich habe es auch in recht wütendem Zustand geschrieben. Sollte ich dich damit beleidigt haben, tut es mir Leid, das war nicht meine Absicht. Ich habe lediglich versucht herauszufinden, was an diesen Klischeebildern so traumhaft sein soll. Und naja, wenn du das Wort auseinandernimmst, dann sind Träume ja etwas, was man sich in der Realität quasi nicht holen kann oder da reinholen will. Und wie soll ich es sonst interpretieren, wenn jemand schreibt, er würde nur Bücher lesen, um zu träumen und dass es deswegen okay wäre, wenn da irgendwelche Personen auftauchen, die es nicht ein einziges Mal in der Realität so gibt? Das ist immerhin kein mystisches übernatürliches Wesen, das ist ein Mensch. Und du wirst mir wohl zustimmen können, dass irgendwie jeder Angebetete der Protagonistin irgendwie immer einem bestimmten Bild entspricht. Ein weniger bekanntes Beispiel: In ,,Watersong'' von Amanda Hocking ist die Prota in den Nachbarsjungen verliebt seit sie denken kann. Jemand, der als Nerd beschrieben wird, der gerne Sterne beobachtet. Freut man sich erstmal, weil man denkt ,,Hey, endlich ist es mal nicht ein heißes Muskelpaket, sondern ein guter Freund aus Kindertagen!'', aber weit gefehlt. Ich trainiere selbst, und ich weiß nicht, wie es möglich sein soll, derartige Muskeln zu haben wie dieser Angebetete, der ja angeblich nur vor dem PC sitzt und Spiele spielt. Die Steroiden hätte ich auch gerne.
    Und was dieses Gejammer der Model-Protagonisten angeht, dass sie ja doch nicht so perfekt sind: Das ist doch totales pseudo-Getue. Die beschweren sich höchstens darüber, dass ihre Augen zu groß sind oder ihre Haare nicht richtig liegen. Anastasia Steele jammert darüber schon auf S. 1 rum. Und trotzdem rennen ihr vier Männer hinterher. Das ist ein armer Versuch von den Autoren, die Figuren irgendwie menschlicher zu machen, obwohl sie es nicht sind. Zumindest in den Fällen, die Timo hier anspricht.
    Und dann würde ich gerne zu deinem Punkt kommen von wegen ,,Ja, wenn es euch nicht gefällt, dann lest es doch einfach nicht''. Wie beziehst du das denn auf die Realität? ,,Oh, der Junge da drüben wird zusammengeschlagen, ich schaue mal weg. Oh nein, es gab wieder einen Anschlag, da schalte ich mal den Fernseher aus.'' Läuft das bei dir so? Was einem nicht gefällt, der schaue bitte weg? So funktioniert Kritik nicht. Wenn einem was nicht gefällt, hat man das recht, das zu äußern, ebenso wie man das Recht hat, in unregelmäßigen Abständen mal in den Bereich reinzugucken, um zu sehen, ob sich das gebessert hat. Und wenn es sich das nicht hat, dann habe ich IMMER NOCH das Recht, mich darüber zu beschweren. Ich bin längst über den Punkt hinaus, wo ich Bücher mit solchen Figuren lese, um mich darüber aufzuregen. Ich lese sie, um zu sehen, ob sich was getan hat, und wenn ich sehe, wie hochallergisch hier einige Leute auf kritische Meinungen reagieren, dann sehe ich, dass da nach wie vor einiges an Redebedarf ist. Also - nö, nur weil ich so was nicht mag und es für höchst problematisch halte, werde ich nicht einfach in eine andere Richtung sehen und den Mund halten.
    Und in welchen Formulierungen soll Timo bitte zu weit gehen? Er fragt die Leserschaft doch lediglich, was an solchen Klischees so toll sein soll und gib seine Meinung dazu ab. Wo war er da denn bitte zu ausufernd? In meinen Augen gibt es da nichts, was einen vor den Kopf stößt, außer dass er eine andere Meinung vertritt als du.

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  11. Lieber Timo,

    Ich habe eine Weile überlegt, ob ich mich zu diesem Thema äußern will oder nicht, aber da in den Kommentaren ziemlich "radikale" Meinungen vertreten werden, will ich mich auch dazu äußern. Ich kann sowohl deine Argumentation verstehen und nachvollziehen. Auch finde ich, dass es in vielen Büchern auch nicht nötig ist, einen Kerl so zu beschreiben, wie du es erwähnt hast. (Auch wenn es meinen Geschmack trifft und ich Sixpacks etc. als attraktiv empfinde (zu diesem Wort möchte ich mich später auch nochmal äußern), und es für mich ein netter Nebengeschmack ist) Aber ein Buch sollte nicht nur vom Aussehen der Charaktere leben. Allerdings verstehe ich auch die Leute, die sagen, sie wollen gerade solche Charaktere in den Büchern haben. Ob sie die Bücher von der Realität abgrenzen können oder nicht, muss man immer individuell sehen und kann man so auch pauschal nicht sagen.
    Beide Meinungen und Standpunkte sind vollkommen RICHTIG und sollten auch AKZEPTIERT werden, denn jeder Mensch hat einen anderen Geschmack und auf dem Buchmarkt findet man nunmal zu allen Geschmäckern die passenden Büchern. In den Kommentare wurden schon Bücher genannt, die deinen Geschmack treffen könnten und das ist auch gut so,denn diese Vielfältigkeit macht uns alle aus! Ich selbst finde es nicht schlimm, wenn die Protagonisten die Klischeehaftesten Bad boys sind, wenn ich mir das Buch bewusst rausgesucht habe und soetwas erwarte, denn manchmal brauche ich einfach diese oberflächlichen Liebesgeschichten, bei denen ich keine Moral oder einen tieferen Sinn erwarte. Wenn ich soetwas lesen will, dann suche ich mir bewusst so ein Buch aus und dann würde mich auch so ein oberflächlicher Bad boy stören. Was ich damit sagen will, dass es bei mi auf der Situation drauf ankommt ob mich sexy stört oder nicht.
    Nun kommen wir mal zu Wort Attraktiv, was du ja in deinem Post als sehr negativ dargestellt hast und mir als einziges wirklich sauer aufstößt. Denn in deinem Post ist attraktiv nur Bauchmuskeln, Muskeln und dieses typische Hollywood Bild. Dabei ist Attraktivtät etwas sehr subjektive und wenn ich diese Wort höre, so stelle ich mir Mann/Frau/whatever so vor, wie ich es attraktiv finde. Das können Bauchmuskeln sein, aber auch ein Bierbauch oder eine Nerdbrille oder Pickel...
    Ich finde es deshalb nicht gut, dass du in deinem Post es so darstellst, als gäbe es zu dem Wort Attraktivität ein bestimmtes Aussehen. Natürlich verstehe ich, warum du es als nervig empfindest, wenn das Wort auf dem Klappentext steht, denn meistens trifft deine Beschreibung im Post so gut wie immer auf die Charaktere zu, die als attraktiv beschrieben werden, aber dennoch sollte man das nicht weiter unterstützen!

    Liebe Grüße
    Larissa

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  12. Da steht man morgens auf, schreibt ohne böse Absicht einen Kommentar zu einer Meinung (die ich im übrigen nie verurteilt habe - Nein, ich verstehe ihn sogar) und landet in so einer Diskussion.

    Ehrlich wahr?

    Erstmal: Ich kann diesen "Bücher sollen inspirierend sein und Vorbildfunktion haben"-Punkt mittlerweile echt nicht mehr hören. Müssen sie für mich nicht- mich sollen sie unterhalten. Punkt.
    Sensationell finde ich ja z.b. auch eine Frau aus den USA, die Märchen verteufelt weil z.b. Dornröschen sich nicht gegen den Kuss des Prinzen wehren kann weil sie schläft. Wollte sie ihn überhaupt küssen?
    Ich finde gut, wenn man Dinge nicht unbedingt so hin nimmt und auch mal hinterfragt ABER man kann es auch übertreiben. Und bei dieser Paper/SOG/After-Diskussion bin ich in mich gegangen, habe Argumente angehört aber für mich entschieden, dass ich die Gefahr bei weitem nicht so groß sehe, wie sie von manchen aufgebauscht wird.
    Und Sana, wenn ein 12-jährifer Junge ein solches Buch liest, ganz, dann hat er meinen größten Respekt. Endlich mal ein Junge der liest und nicht durch brutale Computerspiele zum Massenmörder wird. (Vorsicht, übertrieben und ironisch dargestellt).

    Natürlich habt ihr das Recht solche Geschichten nicht zu mögen, das müsst ihr nicht. Wenn jemand sagt, er kann mit Klischees in Büchern nicht umgehen, dann ist das für mich absolut okay. Kann es vielleicht auch für euch okay sein, wenn andere das mögen? Denn ich finde es wirklich extrem grenzwertig Menschen, die solche Bücher mögen, anzugreifen. Ich bin definitiv aus dem Alter raus, dass mich diese Bücher beeinflussen könnten.

    Wie Sarah ja euch schon versucht hat zu erklären: auch die gutaussehenden Typen haben oft Makel, Ecken und Kanten und tolle Charaktereigenschaften (da gehe ich nun nixht mehr weiter drauf ein, mein Text ist sowieso schon zu lang). Und nicht in allen New Adult Büchern gehen sie mies mit Frauen um - im Gegenteil. Aber ich möchte euch die Bücher nicht schön reden. Wie schon mehrfach erwähnt wurde: Geschmäcker sind unterschiedlich.

    Nur noch zu dem Punkt:"Und dann würde ich gerne zu deinem Punkt kommen von wegen ,,Ja, wenn es euch nicht gefällt, dann lest es doch einfach nicht''. Wie beziehst du das denn auf die Realität? ,,Oh, der Junge da drüben wird zusammengeschlagen, ich schaue mal weg." DAS ist für mich so was von absolut nicht vergleichbar! Wenn ich weiss das ein Film nichts gür mich ist (z.b Kriegsfilme) - dann schaue ich die nicht. Ich mag keine Biografien - dann lese ich sie nicht. Warum sollte ich? Nur um mitreden zu können? Aber deshalb laufe ich trotzdem nicht blind durch die Welt.

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  13. So guten Abend, den ganzen Tag lese ich hier schon stillschweigend eure Kommentare, ich bin baff wie sehr manche mich für meine Gedanken verurteilen. So zu den gewählten Auszügen, es sind 2 NEW ADULT Bücher dabei, der Rest ist unter der Kategorie Jugendbuch sogar teilweise ab 12(!) Jahre gewesen.
    So ähm Sarah, ich kenne gefühlt 100 Sara(h)s, also ich kann dich gerade überhaupt nicht zuordnen xD
    Lea ich bin sogar schwul und von BadBoys angenervt.
    ",,Oh, der Junge da drüben wird zusammengeschlagen, ich schaue mal weg. Oh nein, es gab wieder einen Anschlag, da schalte ich mal den Fernseher aus.'' Läuft das bei dir so? "

    Danke ein besseres Beispiel kann man da wirklich nicht bringen-.
    Mir geht es auch darum mich mit anderen Charakteren identifizieren zu können und sie zu verstehen und mir fällt kein Grund ein warum man eine Frau wie ein Stück Dreck behandeln sollte. Im Übrigen kommt dieses Klischee sogar inzwischen bei Bibi Blocksberg und den Drei !!! vor, ich denke das sagt einiges über unsere Gesellschaft aus. Während sich Frauen in aller Welt auf #metoo berufen, wird hier gerade das Gegenteil verherrlicht und ganz ehrlich so etwas würde ich nicht mal träumen wollen.

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  14. Lieber Timo,
    vielleicht werden mir Kommentare nicht angezeigt, denn: WO wirst du angegriffen. Ist eine andere Meinung denn schon ein Angriff für Dich?
    Die ersten drei Kommentare spiegeln Meinungen und Präferenzen zum eigenen Leseverhalten wider, dann kam der bezaubernde Wut-Kommentar und einige, die deiner Meinung zugestimmt haben. Sarah und du, ihr scheint eine gemeinsame Vergangenheit zu haben, das lasse ich hier mal raus, ansonsten war in dem Kommentar auch NICHTS angreifendes.
    Larissa hat das ganze nochmal auf den Punkt gebracht und wunderbar zusammengefasst.
    Eine Meinung ist eine Meinung und nicht immer ein Angriff.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum du dich von den Kommentaren verurteilt fühlst. Weil wir keine "normalen" Charaktere mit Makeln wollen? Ich bin selbst nicht der attraktive Typ Frau, der in den Büchern beschrieben wird und habe viele Macken. Das weiß ich, dennoch stört es mich nicht.

    Ich bin jetzt auch raus aus dieser Diskussion, denn eure Argumentation mit #meetoo und wir schauen weg, wenn jemand geschlagen wird, sprengt den Rahmen und wird für mich lächerlich.

    Ich wünsche Dir viele gute Bücher, bei denen du dich mit den Charakteren identifizieren kannst - ich bin mir sicher, dass der Buchmarkt auch vieles in dieser Richtung bietet.

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  15. Sorry wenn ich das sage, aber Bücher sind fiktiv. Klar versteh ich dich.
    Dennoch finde ich gerade dieses überhebliche "Wie bei diesen" doch schon extrem.
    Es sagt doch nichts darüber aus wie gut ein Buch ist nur weil der Mensch darin als perfekt beschrieben wird.
    (Eventuell könnte es bei Götterfunke auch daran liegen dass es um Götter geht....)

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  16. Ich lese oft still auf deinem Blog mit.
    Ähm ich find es ein wenig traurig das du alleine wenn im Klappentext steht "Attraktiv, Sexy, süß, gutaussehend" es damit verbindest das der Kerl markelos ist. Ich meine das sieht doch jeder anders? Chuck aus Maze Runner ist süß, nen Kerl mit einen schiefen Kinn finde ich mega sexy...
    Also nur weil das im Klappentext steht bedeutet es nicht das er makelos ist.

    Auch verstehe ich nicht wenn ich hier Kommis lese, wieso ist das Frauen "verboten" oder wieso macht das Menschen sauer? Ich darf mir kein sexy Kerl vorstellen aber Mann darf sich seine Fantasie mit dem unechten Zeug im Playboy anregen?
    Auch Männer sind nicht besser und klar verstehe ich auch das man gerne normale Menschen hätte, aber es sind doch auch eure fantasien. Also ihr stellt euch das ja sehr extrem dann öfters wohl vor oder?

    Und Timo ich hab dein Klappentext gelesen zu deinem Buch und wenn ich lese "Prinz Charming", tut mir leid aber da hab ich auch einen extrem gut aussehenden Kerl vor Augen, alleine wegen dem Namen, auch wenn du es vielleicht nicht so meinst.

    Ich hoffe das man irgendwie versteht was ich sagen will, es ist halt eine Auslegungssache, jeder findet was anderes attraktiv und sexy.
    Ich finde solche Sachen wie 50 Shades of Grey für die Jugend viel schlimmer als ein gut aussehender Kerl oder ein Bad Boy...

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